Vision

Zur Vorgeschichte gehört die sogenannte „Vision 2025 – Neue Vredener Spinnerei“, die der Unternehmer Markus Bußmann als Einzelperson in den Rat der Stadt Vreden am 03. Oktober 2019 eingebracht hat.

Er stellte ebenso einen Antrag zur Beleuchtung des Denkmalschutzes als auch der Versorgungssituation mit Supermärkten in der Stadt Vreden an seinem eigenen Beispiel. Ebenso war ihm wichtig, dass auf dem Freigelände endlich Nachverdichtung in Form von Wohnbebauung für die Vredener entsteht.

Protokolliert wurden im Rat diese 3 Anträge am 10. Oktober 2019:

1.) Antrag „Neue Vredener Spinnerei“ Nutzungskonzept, Visualisierung und Betreiberkonzept für das Areal Huesker sowie Nachverdichtung auf dem Freigelände

2.) Antrag über einen vorläufigen Denkmalschutz für das letzte Industriekulturell würdige Gebäude in Vreden „Alte Spinnerei Huesker“ nach Abriss „Alte Weberei“ auf dem gleichen Grundstück, s. hierzu Ratsbeschluss 2010

3.) Antrag auf Stärkung der bestehenden Versorgungsstandorte (K&K, Rossmann, Netto, etc.) in der Stadt Vreden. 

Die Anträge enthielten auf 96 Seiten (1 und 2) sowie 38 Seiten (3) eine Analyse der aktuellen Situation in Vreden (Versorgungssituation, Kultur, Innenstadt), der Situation des Bestandsgrundstückes mitsamt dem Spinnerei-Gebäude sowie der Vorstellung eines betriebsfähigen Nutzungskonzeptes für die Alte Spinnerei.

Weitere Bürger, Unternehmen und Vereine, die sich für Vreden engagieren wollen, schlossen sich als Unterstützer für die ersten zwei Anträge an und wollen eine lebendige Diskussion für das ganze Thema Stadtentwicklung und „Neue Vredener Spinnerei“ eröffnen.

Vorher war die Diskussion geprägt von Alternativlosigkeit: Plan A oder B, ein Plan C existierte nicht. Es schien geradezu Denkverbote zu geben, das Areal auch anders zu verplanen. Der Flächennutzungsplan sah bis dato eindeutig nur Wohnbebauung (Nachverdichtung vorrangig mit Mehrparteienhäusern) vor. Ein alternatives Konzept für die Spinnerei gab es bis dato nicht, die Firma L. Stroetmann sah den Abriss des Gebäudes für den neuen E-Center bzw. deren Wohnbebauung vor.

Die „Neue Vredener Spinnerei“ ist der erste Vorschlag für einen Plan C. Es ist eine Alternative zu einem E-Center. Das Betreiberkonzept „Neue Vredener Spinnerei“ wurde mit möglichen Unternehmen, Vereinen und den Oppositionsparteien vorverhandelt. Hier ging es insbesondere um das Angebot und seine wirtschaftliche Tragfähigkeit, denn ein schwaches Konzept hätte keine Chancen auf Verwirklichung. Auch wollte man gleich klar machen, dass man keine Förderung hierzu andenkt oder gar städtische Mittel.

Wir sind weiterhin überzeugt, es ist möglich dieses Gebäude zu restaurieren und wieder auf Glanz zu bringen. Dies auch ganz besonders wertvoll für die Umgebung, wenn man vergleichbare Projekte in der Nähe (Winterswijk/NINO-Hochbau, Zechen Dorsten/Hamm, etc.) als Vorlage für das Potential des Gebäudes betrachtet.

Um neben seinem persönlichen Antrag den gewählten Vertretern des Rates zu vermitteln, dass dieser Wunsch von vielen Bürgern geteilt wird, startete Herr Bußmann im Glauben an seine Vision am Sonntag, den 6. Oktober eine Online-Petition. Diese hat sich schnell verbreitet und zählte nach einer Woche 691 Unterschriften. Hierüber berichtete auch die überregionale Presse umfangreich. Für eine Stadt von ca. 23.571 Einwohnern ein beträchtliches Ergebnis in der Kürze der Zeit.

Die Ratssitzung vom 10. Oktober hat der Bürgermeister Dr. Holtwisch dann die Anträge von Herr Bußmann als Person zu Protokoll genommen.

Vision 2025 als Kurzpäsentation

Herr Bußmann hat online eine Kurzfassung der Konzeption, die er im Rat eingereicht hat, veröffentlicht. Diese wurde von 2298 Personen innerhalb von 7 Tagen gelesen und danach in den sozialen Medien und persönlichen Gesprächen in Vreden diskutiert.

Diese obigen Punkte waren der Ausgangspunkt für die weitere Debatte, die ein tragfähiges Konzept für die Neubelebung der Spinnerei als ein Ort für alle Bürger insbesondere im Bereich der Kultur entwickeln soll. Dies soll im Rahmen einer partzipativen Gestaltung mit allen Stakeholdern, von Eigentümer, Parteien, Unternehmen, Vereinen, Verwaltung und natürlich den Bürgern (insbesondere Anwohnern) entwickelt werden.

Medial haben sich in den Tagen darauf wie auch in sozialen Medien lebendige Debatten entwickelt, die der Initiative starken Rückenwind gaben. Die Zukunft und das Nutzungskonzept wird kontinuierlich weiter entwickelt. Hierzu arbeiten wir konstruktiv, lösungsorientiert und optimistisch an der Realisierung seiner Vision und Satzung.